Massimo Bussaca zu Gast in Dresden

„C’est le ton qui fait la musique“ steht in großen Lettern auf Präsentation von Massimo Bussaca. Der Ton macht also die Musik: ein altes Sprichwort, welches von Schiedsrichtern nicht selten gegenüber Spielern angewendet wird, wenn nach getroffenen Entscheidungen protestiert wird.

Der heutige Chef der FIFA-Schiedsrichterabteilung referierte vor 200 Schiedsrichtern und Gästen des Stadtverband Fußball Dresden am 18. November im Potthoff-Bau der TU Dresden aber nicht nur über den Umgang mit Spielern und Trainern. Der sechsmalige Schweizer Schiedsrichter des Jahres und „Welt-Schiedsrichter 2009“ unterhielt die Zuschauer mit Anekdoten aus seiner aktiven Schiedsrichterlaufbahn und gab insbesondere den jungen Schiedsrichtern wertvolle Tipps was genau denn nun einen guten Schiedsrichter auszeichne.

Begonnen hatte der Abend mit einem Grußwort des Präsidenten Heiko Petzold und einigen Ehrungen und Gratulationen. Torsten Krause wurde nachträglich für die Leitung von 1.000 Spielen ausgezeichnet, Thomas Schmidt erhielt ein Präsent zum 50. Geburtstag. Im Anschluss trat Bussaca ans Rednerpult und berichtete zunächst von seinen Anfängen als Schiedsrichter bis zu seinem WM-Einsatz 2010 in Südafrika. Der Schwerpunkt seines Vortrages lag im Auftreten eines guten Schiedsrichters. Dieses müsse aus nicht weniger als zehn wichtigen Punkten bestehen: Kraft und Energie, Verantwortungsbewusstsein, Optimismus, Kommunikationsfähigkeit, emotionale Intelligenz, Mut, Leidenschaft, Anpassungsfähigkeit, Neugier und Bescheidenheit. Unterlegt wurden die einzelnen Punkte anhand von Beispielen und eigenen Erfahrungen aus seiner Schiedsrichterlaufbahn. Selbstverständlich seien Schiedsrichter auch nur Menschen, die nicht unfehlbar sind. Aber der Umgang mit Fehlentscheidungen und die Lehren daraus, der Glaube in das eigene Hobby als Schiedsrichter und der eigene Anspruch sich ständig verbessern zu wollen sind wesentliche Grundlagen für die Weiterentwicklung als Schiedsrichter. Bezeichnend hierzu auch das Schlußwort des sympathischen Schweizers: „Rennt nicht weg! Nehmt euer Herz in die Hand und stellt euch der eigenen Wahrheit: seid tüchtig und mutig!“.

Unter den Applaudierenden waren neben dem Dresdner Publikum nicht nur Gäste aus benachbarten Kreisverbänden sondern auch der Vorsitzende der Schiedsrichter-Kommission des Landesverbandes Harald Sather, sondern auch Bundesligaschiedsrichter Daniel Siebert aus Berlin. Der Stadtverband Fußball Dresden e.V. bedankt sich bei Massimo Bussaco für seinen Besuch in Dresden und speziell Jürg Ehrt für die Organisation einer wieder einmal sehr gelungenen Schiedsrichterfortbildung.

 

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