FIFA-Schiedsrichter Wolfgang Stark referiert vor 300 Gästen

Zur alljährlich stattfindenden Vollversammlung der Schiedsrichterkommission fand in diesem Jahr Wolfgang Stark den Weg nach Dresden. Für die Schiedsrichter, aber auch für interessiere Vereinsvertreter stellt diese Form der Jahresversammlung einen Höhepunkt in der Schiedsrichterfortbildung dar. Vor über 300 Gästen im prall gefüllten Lichthof des Rathauses absolvierte der bekannte Schiedsrichter am frühen Abend ein wahres Mammutprogramm: Zunächst traf sich die SR-Kadergruppe in einem kleinen Kreis mit Herrn Stark und richtete viele Fragen an den sonst nur aus dem Fernsehen bekannten Spitzenschiedsrichter: „Was ist notwendig um in der Bundesliga pfeifen zu dürfen?“ oder „Wie geht man mit schwierigen Situationen auf dem Spielfeld um?“ waren nur wenige der vielen Fragen in dieser ersten Lehreinheit. In der kurzen Pause vor dem öffentlichen Vortrag stand Herr Stark und zwei Nachwuchsschiedsrichter des Stadtverbandes für ein Interview des MDR zur Verfügung.

In der Vollversammlung referierte der „im normalen Leben“ als Bankkaufmann tätige Wolfgang Stark über seine Anfänge in der Schiedsrichterlaufbahn beim Heimatverein DJK Altdorf. Schnell fand er den Weg in höhere Ligen bis er am 4. April 1997 seine Bundesligapremiere feierte. Er unterhielt die Gäste mit Berichten über seine internationalen Erlebnisse im Rahmen der Olympischen Spiele (Peking 2008), Weltmeisterschaft (Südafrika 2010) und Europameisterschaft (Polen/Ukraine 2012). Besonders interessant waren hier die Ausführungen zur unmittelbaren Wettkampfvorbereitung bei internationalen Turnieren.

Allgemein zum Schiedsrichterwesen betonte Wolfgang Stark die Wichtigkeit der Zusammenarbeit mit den Assistenten und vierten Offiziellen. Keine Entscheidungen werden mehr allein vertreten sondern sind Ergebnis des Teams. Demzufolge sei eine gute Schiedsrichterleistung immer das Ergebnis einer guten Zusammenarbeit mit den Kollegen. Wolfgang Stark äußerte sich auch zum Umgang mit den verschiedenen Spielertypen: Zwar sind alle gleich zu behandeln, dennoch gibt es – wie im richtigen Leben auch – Unterschiede in der Kommunikation mit einzelnen Spielern. Abgerundet wurde der Vortrag durch eine ausgedehnte Fragestunde.

Wir bedanken uns bei Wolfgang Stark für seinen Besuch in Dresden und wünschen weiterhin einen guten Pfiff. Bedanken möchten wir uns insbesondere bei Jürg Ehrt für seine umfassende Vorbereitung der Veranstaltung und die Betreuung von Herrn Stark während seines Aufenthaltes in Dresden.

 

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