Saisonvorschau Sparkassenoberliga: Teil 3

In unserer vierteiligen Serie blicken wir auf die diesjährigen Teilnehmer der Sparkassenoberliga und stellen jedes Team vor. Neben einem kurzen Rückblick auf die vergangene Spielzeit gehen wir auf Neuzugänge, Saisonziele und die Spielweise ein. Heute geht es im dritten Teil um den SV Eintracht Dobritz, TSV Reichenberg-Boxdorf, VfB Hellerau-Klotzsche und den FV Dresden 06 Laubegast 2.

FV Dresden 06 Laubegast 2: Den negativen Trend umkehren

Bereits in sein fünftes Sparkassenoberliga-Jahr in Folge geht die Zweitvertretung des FV Dresden 06 Laubegast in der anstehenden Spielzeit. Die Elf von Danny Donath erlebte in der vergangenen Saison jedoch erstmals ein äußerst schweres Jahr und steckte tief im Abstiegssumpf. Letztlich gelang den Blau-Gelben zwar der Klassenerhalt, doch es bedurfte der regelmäßigen Unterstützung von Spielern aus der Landesliga-Mannschaft des Vereins, um in der Liga zu bleiben. Im kommenden Jahr möchte man das 06-Boot wieder in ruhigere Fahrwasser bringen und eine stabilere Saison hinlegen. Vorrangiges Ziel ist jedoch weiterhin der Klassenerhalt sowie die individuelle Entwicklung der jüngeren Spieler, um einen Übergang in die erste Mannschaft zu ermöglichen.

Personell hat sich das Team von der Steirischen Straße in diesem Sommer mit gleich vier externen Akteuren verstärkt. So wechseln Ramin Kronefeld (SV Helios 24 Dresden), Peter Hannawald (SG Einheit Dresden-Mitte), Valentin Schubert (BSC Rapid Chemnitz) sowie Jonathan Swieter (Calcio Leinfelden-Echterdingen) zum FV06, wobei Letzterer angesichts seiner Oberliga-Erfahrung auch ein Kandidat für einen Kaderplatz in der Landesliga ist. Zudem stoßen Linus Zieger, Oliver Gräff und Edion Deliu aus der U19 zur „Zweiten“. Verlassen haben die Laubegaster hingegen die beiden Stammspieler Lukas Neumann (FSG Wacker 90 Leuben) und Marvin Wunderschütz (TSV Rotation Dresden) sowie Anton Stoppa. Um die selbst gesteckten Ziele in der anstehenden Saison zu erreichen, ist eine Verbesserung der zweitschlechtesten Defensive der Liga eine klare Prämisse. Es bleibt abzuwarten, inwiefern das gelingt und welche Rolle die Blau-Gelben spielen.

Kein Favoritentipp.

SV Eintracht Dobritz: Mit einer Transferoffensive die Spitzengruppe angreifen

Ambitioniert gestartet, belegte der SV Eintracht Dobritz in der abgelaufenen Saison einen soliden Rang im oberen Tabellenmittelfeld. Damit konnte man die beiden Top5-Platzierungen aus den Vorjahren nicht bestätigen und der erhoffte nächste Schritt blieb (vorerst) aus. Doch die Entwicklung der Rot-Schwarzen ist keinesfalls am Ende angelangt und man verfolgt an der Breitscheidstraße weiterhin ehrgeizige Ziele. Als Indiz dafür reicht ein Blick auf die diesjährige Kaderplanung. Satte 11 Neuzugänge vermeldete die Elf von Chefcoach Stefan Müller, kreative Präsentationsvideos auf den Social-Media-Kanälen inklusive. Aus dieser neuformierten Mannschaft eine Einheit zu Formen benötigt sicherlich ein wenig Zeit, doch mit dem SVED ist in der anstehenden Saison auf jeden Fall zu rechnen. Während die Offensive im Vorjahr bereits auf Spitzenniveau performte, herrscht defensiv noch Optimierungsbedarf. Folglich wird es auch darum gehen, eine neue Stabilität im Verhalten gegen den Ball zu etablieren. Chefcoach Stefan Müller möchte mit seinem Team gern den Ball haben und in jeder Phase spielbestimmend auftreten.

Gelingen soll dies mit Hilfe von spannenden Neuverpflichtungen. So lotste man mit der neuen Nummer 1 Tristan Thiede (SG Dynamo Dresden II), Oscar Meyer (VfB Zittau), Niklas Heinrich, Hagen Herzog und Johann Wölk (alle nach Pause) gleich fünf landesligaerfahrene Akteure in den Dresdner Osten. Maximilian Kümmel (Meißner SV), Oliver Franz (Heidenauer SV) und Nick Peter (TSV Cossebaude) bringen zudem langjährige Männererfahrung mit und werden die Mannschaft ebenfalls gezielt verstärken. Tim König (SG Einheit Dresden-Mitte), Oliver Rehbein (SV Birkwitz) und Jonas Hoffmann komplettierten die Neuzugänge. Schmerzlich vermissen werden die Dobritzer in Person von Florian Klengel, Willy Mörer (beide SV Bannewitz) und Bryan Nießen (Karriereende) drei langjährige Leistungsträger. Sieben Akteure rutschen in die zweite Mannschaft des Vereins. Zudem verließen Len Kämmerer (TSV Reichenberg-Boxdorf) und Willi Warmbier (FSG Wacker 90 Leuben) den Verein. Gelingt die Integration der neuen Akteure, ist Dobritz ein klarer Anwärter für die Spitzengruppe.

Favoritentipp: “SpVgg. Dresden-Löbtau, TSV Cossebaude und FV Dresden Süd-West”

TSV Reichenberg-Boxdorf: Demütig ins schwierige zweite Jahr

Nach dem erstmaligen Klassenerhalt in Dresdens höchster Spielklasse, geht der TSV Reichenberg-Boxdorf mit einer großen Portion Demut ins zweite Jahr. Wer von den Rand-Dresdner größere Ambitionen erwartet hat, der wird enttäuscht. Klares Ziel der Mannschaft von Sven Richter bleibt das Sammeln der notwendigen Punkte für die Mission Klassenerhalt. Ein verstärktes Fokusfeld dabei ist die Verbesserung der eigenen Offensive, schließlich gelangen dem TSV in der abgelaufenen Spielzeit nur mickrige 35 Treffer aus 30 Spielen. Während die Defensive auf Augenhöhe mit einigen Mittelfeldteams agierte, klemmte die Säge im Offensivbereich zu oft.

Zwar gab es bei den Reichenbergern nummerisch keinen allzu großen personellen Umbruch, doch wichtige Stützen verließen die Mannschaft. So zieht es John Künzel und Julian Volkmer zum FSV Lokomotive Dresden, Johannes Rother und Raphael Kahle wechseln zum VfB Hellerau-Klotzsche. Besonders schmerzhaft ist zudem der Abgang von Regisseur Richard Sieber, welcher künftig in der Landesklasse für Wacker Leuben seine Schuhe schnürt. Als neue Konstante zwischen den Pfosten zog es Len Kämmerer (SV Eintracht Dobritz) in den Dresdner Norden, John Langhof kommt zudem vom Radebeuler BC. Moritz Belke, Finn Focke, Max-Leon Heike (U19) sowie Vincent Standfuß, Vincent Stöhr und Marc Kästner (2. Mannschaft) komplettieren den Korpus der Neuzugänge. Für Reichenberg wird die anstehende Saison sicher erneut zu einer Herausforderung, doch der Klassenerhalt liegt im Bereich des Möglichen, sofern man Offensiv mehr Gefahr ausstrahlen kann.

Favoritentipp: „Es werden Löbtau, Dobritz, Zschachwitz, Cossebaude und Süd-West den Meistertitel ausspielen“  

VfB Hellerau-Klotzsche: Der Dino mit dem Abo auf ein Top5-Finish

Seit der Einführung der Sparkassenoberliga in der Saison 2011/12 ist der VfB Hellerau-Klotzsche ununterbrochen vertreten und damit der Dino der Liga. Noch viel bemerkenswerter ist jedoch der Umstand, dass man in 12 dieser 15 Spielzeiten einen Platz in den Top5 erreichte. Eine Prognose über das Abschneiden der Mannen vom Dresdner Flughafen fällt also vom Papier her leicht. Folglich setzt man sich auch das eigene Ziel gekonnt und möchte, es mag nicht überraschen, in die Top5 kommen und an die Leistungen der Vorsaison anknüpfen. Vor allem sollen sich die jungen Spieler weiterentwickeln und verschiedene Spielsysteme verinnerlichen. Da der VfB Hellerau-Klotzsche seit vielen Jahren für eine exzellente Nachwuchsarbeit im Stadtgebiet steht, ist die Integration von Akteuren aus der eigenen Jugend nach wie vor ein fester Bestandteil der täglichen Arbeit.

Ganz nach dieser Maxime kommen die Blau-Weißen über eine mannschaftliche Geschlossenheit, denn ein Großteil des Kaders kennt sich seit vielen Jahren. Große personelle Änderungen sucht man deshalb vergebens. Mit Danilo Dell’Unto verlässt lediglich ein Spieler den Verein und kehrt in seine italienische Heimat zurück. Aus der U19 rücken Adrian Mikoleit und Leo Köhler auf, Letzterer wird mit seinem Bruder Emil Köhler (32 Tore in der abgelaufenen Saison) ein gefürchtetes Sturmduo bilden. Zudem verstärkt ein Duo von TSV Reichenberg-Boxdorf die Hellerauer. Johannes Rother und Raphael Kahle zeigen ihr Können künftig an der Karl-Liebknecht-Straße. Trainer Enrico Focke strebt einen attraktiven und offensiven Ballbesitzfußball an, bei welchem jedoch auch das Umschaltspiel eine wichtige Rolle einnimmt.

Favoritentipp: „Die Liga wird unglaublich ausgeglichen sein, sodass wir uns beim Favoriten nicht festlegen. Es gibt mehrere Teams, die viel Potenzial mitbringen“.

Ihr habt Teil 2 verpasst? Dann schaut euch unter diesem Link gern den zweiten Part unserer Saisonvorschau an.

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