Schwerpunkt Infrastruktur – Vereinsdialog beim SV Pillnitz
Am 03.06.2026 fand der erste Vereinsdialog des Jahres im Verbandsgebiet des SVF Dresden statt. Der SV Pillnitz lud Vertreter der Stadt- und Landespolitik, des Sächsischen Fußball-Verbandes, des Eigenbetriebs Sportstätten und des Stadtverbandes Fußball Dresden auf die heimische Sportanlage ein, um im Zuge des Diskussionsformates in den Austausch zu kommen.
Nach einem kurzen Rundgang über das Vereinsgelände sowie dem obligatorischen Foto, eröffnete Vereinspräsident Matthias Leonhardt den Dialog. Im altehrwürdigen Funktionsgebäude wurde dank großer Eigenleistung des Vereins ein funktionaler und moderner Gemeinschaftsraum geschaffen, der als Mittelpunkt des Vereinslebens fungiert. Doch schnell wurde klar, dass der erste positive Eindruck trübte. Denn das 1927 eingeweihte Gebäude entspricht den Anforderungen an die heutigen Bedingungen schon lange nicht mehr. Die limitierte Anzahl von drei Kabinen und lediglich einem Sanitätsbereich stellen den Verein stetig vor Herausforderungen. Insbesondere die Aufrechterhaltung von Spiel- und Trainingsbetrieb lassen sich nur noch schwer abbilden, da sowohl bei gemischten Mannschaften als auch bei Kinderfußball-Festivals nicht ausreichend Platz zur Verfügung steht. Die Kosten für die Erhaltung der alten Bausubstanz sowie Betreibung des Gebäudes stehen zusätzlich in keinem Verhältnis zu den Bedingungen.
Folglich war der inhaltliche Schwerpunkt des Vereinsdialoges schnell gesetzt und drehte sich um infrastrukturelle Fragen. Nico Seidel als Vertreter des Eigenbetrieb Sportstätten sowie Anke Wagner (sportpolitische Sprecherin der CDU-Fraktion) und Matthias Dietze (Mitglied des Stadtrates) kamen schnell in den Austausch über die Perspektive der Sportanlage. Im vergangenen Jahr erstellte der Verein in Zusammenarbeit mit dem EBS eine Machbarkeitsstudie zum Neubau eines Funktionsgebäude samt Kunstrasen-Kleinspielfeld. Das Planungsbüro erarbeitete im Anschluss zwei Entwürfe, die optimale Bedingungen für die knapp 150 Mitglieder des Vereins bieten würden. Angesichts der finanziellen Lage in der Landeshauptstadt Dresden sowie spärlichen Haushaltsmitteln für den Sport, ist eine Finanzierung des Projektes jedoch frühestens ab 2029 möglich.
Gemeinsam teilte man die Ansicht, dass die Priorisierung des Sports im Vergleich zu anderen Haushaltsbereichen nicht entsprechend gewürdigt wird und die politische Überzeugung vielerorts fehlt. Hermann Winkler verwies an dieser Stelle auf die gesellschaftliche Bedeutung des Sports und wünscht sich auch von Landes- wie Bundespolitik ein klares Commitment zur stärkeren Förderung des Sports. Im gemeinsamen Dialog zwischen Vereinsfunktionären des SV Pillnitz sowie der anwesenden Delegation tauschte man sich lösungsorientiert zur Verbesserung der Ist-Situation aus, ehe der Vereinsdialog nach etwas mehr als 90 Minuten sein Ende fand. Wir möchten uns an dieser Stelle beim SV Pillnitz sowie allen anderen Institutionen und Personen für den konstruktiven Austausch bedanken.