FSG Wacker 90 Leuben gewinnt den Amateurpokal der Ostsächsischen Sparkasse Dresden

Die FSG Wacker 90 Dresden-Leuben sicherte sich in einem spannenden Finalspiel den Titel des Amateurpokals der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Vor 800 Zuschauern fiel die Entscheidung gegen den SC Borea Dresden 2 in der Verlängerung, als Dominic Meinel seine Farben mit dem 2:1 zum Titel schoss.

Beide Teams erspielten sich mit starken Leistungen in dieser Pokalsaison das Ticket fürs Endspiel. Die FSG Wacker 90 Dresden-Leuben besiegte in einem turbulenten Halbfinale den FV Dresden Süd-West mit 7:4 nach Verlängerung, während die Boreaner den TSV Cossebaude dank eines 3:2-Erfolges aus dem Wettbewerb warfen. Trotz des Ausrufezeichens im Halbfinale ging der SC Borea Dresden 2, seines Zeichens Tabellenführer in der brandible Stadtliga B, als Außenseiter in dieses Endspiel gegen den Tabellenführer der Sparkassenoberliga. Borea-Coach Philipp Masak nahm im Vergleich zum Halbfinale drei Änderungen vor: Neumann, Birkigt und Wurzer ersetzten Borschel, Richter und Krause. Das Trainerduo auf der Gegenseite, bestehend aus Frank Selber und Pierre Nebes, tauschte im Vergleich zum letzten Ligaspiel ebenfalls auf drei Positionen und brachte Richter, Baumann und Schmidt. Dafür nahmen Goldhammer, Liebmann und Scannewin auf der Bank Platz.

Wacker kam deutlich besser in die Partie und verzeichnete in der Anfangsphase ein optisches Übergewicht, ohne jedoch zu zwingenden Torchancen zu kommen. So blieben der Abschluss von Neimann und Schmidt’s Kopfball die ersten Annäherungen ohne echte Brisanz. Auf der Gegenseite zischte ein Halbfeldfreistoß von Manuel Heinze am langen Eck vorbei. Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe sich die erste gefährliche Szene ereignete. Einen Freistoß aus dem Halbfeld legte Maresch per Kopf perfekt quer, doch Weska setzte den Ball freistehend aus guter Position über die Latte. Während Wacker weiterhin mit viel Ballbesitz agierte, warf sich Borea leidenschaftlich in die Zweikämpfe, war dabei auch mit einer gewissen Härte unterwegs. Torlos ging es in die Kabinen.

Auch der zweite Durchgang benötigte ein wenig Anlaufzeit und so blieben die harmlosen Versuche von Hänsel im Wacker-Trikot sowie von Borea-Flügelflitzer Tobias Wurzer die einzigen nennenswerten Aktionen. Brenzlig wurde es in der 64. Minute, als Borea sich gut über die linke Seite nach vorn kombinierte und in der Box Büttner fand, welcher den Ball jedoch über den Kasten schoss. Der SCB wechselte kurz darauf doppelt und sollte damit ein gutes Händchen beweisen. Nur drei Zeigerumdrehungen später sammelte Philip Heineccius eine abgewehrte Flanke ein, legte sich den Ball auf rechts und schlenzte zur umjubelten Führung für die Boreaner ins Leuben-Gehäuse. Angetrieben vom Rückstand suchte Wacker nun sein Glück in der Offensive, ließ echte Durchschlagskraft jedoch vermissen. Und so brauchte es eine Standardsituation um einen Weg zurück in diese Partie zu finden. Bei einem Freistoß vom verlängerten Sechzehnereck rechneten wohl alle Beteiligten mit einer Flanke, doch Lucas Neimann überraschte Karl Neumann im Borea-Tor mit einem frechen Versuch auf’s kurze Eck und traf zum Ausgleich für die Fußballsportgemeinschaft. Direkt nach diesem Treffer sah Borea-Verteidiger Michael Brückner im Zuge eines Schubsers die Ampelkarte – “BoZwo” musste die letzten Minuten folglich in Unterzahl bestreiten. Mehr als ein tückischer Distanzschuss von Joker Scannewin hatten die 90 Minuten jedoch nicht zu bieten, sodass es in die Verlängerung ging.

Auf dem schwer bespielbaren Rasen wurde es nun auch eine Kraftfrage. Den ersten Abschluss der Overtime verzeichnete Rocco Bischoff, verzog jedoch. Kurz darauf hatte Tobias Naumann eine gute Gelegenheit für Borea, doch sein Kopfball nach Heineccius-Freistoß verfehlte das Tor. Beide Fanlager stellten sich allmählich auf ein Drama vom Punkt ein, als es in der 116. Minute noch einmal eine gute Freistoßposition gab. Leuben-Kapitän Dominic Meinel legte sich das Leder zu recht und schoss den Ball durch die löchrige Mauer ins Glück. Borea warf noch einmal alles nach vorn, eine Ausgleichschance ergab sich allerdings nicht mehr. So beendete Referee Philipp Lehninger dieses Endspiel.

Die FSG Wacker 90 Dresden-Leuben bejubelte im Anschluss den erstmaligen Erfolg im Amateurpokal der Ostsächsischen Sparkasse Dresden und hat damit beste Chancen auf das Triple bestehend aus Meisterschaft, Hallentitel und Pokalsieg. Jubelnd nahmen die Mannen aus Leuben im Anschluss den Siegerpokal von Jan Klemmer, Referent für Sponsoring bei der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, und SVFD-Vizepräsident Christian Bartsch in Empfang. Wir gratulieren der FSG Wacker 90 Dresden-Leuben zum Pokalsieg und bedanken uns bei allen Beteiligten für ein tolles Endspiel. Alle Highlights der Partie findet ihr im Video von Team Rabenfront unter diesem Link.

Statistik:

SC Borea Dresden 2: Neumann – Birkigt, Hüppe, Brückner, Schulz – Wurzer (86. Müller), Naumann, Karsten (68. Heineccius), Heinze (76. Wagner) – Mai (117. Töwe), Büttner (68. Bernhardt)

FSG Wacker 90 Dresden-Leuben: Richter – Baumann (70. Schlegel), Wartenberg, Meinel, Maresch – Hänsel (120+2. Koschara), Weska, Kassner (45+1. Scannewin), Neimann (118. Laufer) – Bischoff (119. Wetzel), Schmidt

Tore: 1:0 Heineccius 76., 1:1 Neimann 86., 1:2 Meinel 115.

Karten: Mai, Brückner, Heinze, Naumann, Müller, Heineccius, Töwe – Maresch, Scannewin, Schmidt, Wartenberg; Gelb-Rot: Brückner (86.)

Zuschauer: 800

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