Änderungen im Spielbetrieb des Freizeitsports zur Saison 2026/27
Der Stadtverband Fußball Dresden nimmt zur kommenden Saison 2026/27 Änderungen am Spielbetrieb des Freizeitsports vor. Das bisherige Angebot mit Großfeldmannschaften wird in dieser Form nicht fortgeführt, stattdessen ist bei ausreichend Interesse und Mannschaftsmeldungen die Einführung einer Kleinfeldliga geplant. Nachfolgend findet ihr alle wichtigen Informationen zur Neuerung.
Die Geschichte des heutigen Freizeitsports reicht mehr als 60 Jahre zurück. Nachdem das DDR-Regime im Winter 1962/1963 weitreichende Reformen für den Fußballsport beschloss, entwickelte sich ein Spielbetrieb des sogenannten “Volkssports”. Darin fanden sich unter der Trägerschaft von Produktions-, Dienstleistungs- oder Forschungsbetrieben Fußballer zusammen, die im Namen des Betriebes antraten und einen eigenen Liga- und Pokalspielbetrieb organisierten. Zu DDR-Zeiten spielten ins bis zu fünf Ligen teilweise 60 Mannschaften um Auf- und Abstieg sowie sportliche Erfolge. Nach der Wiedervereinigung geriet auch der Volkssport aufs Abstellgleich – nicht zuletzt aufgrund der Abwicklung zahlreicher Betriebe. Doch nach einer kurzen Findungsphase ging es wieder bergauf. Der Volkssport hatte sich indes in Freizeitsport umbenannt und beherbergte ab der Saison 1992/93 bis zu 26 Mannschaften in seinem Spielbetrieb. Auch einige neugegründete Vereine meldeten nun eine Mannschaft und etablierten, neben ihren regulären Teams, Freizeitsportmannschaften in den Vereinen. Mehr als 25 Jahre existierte das Angebot als stetige Konstante und Gegenstück zum klassischen Vereinsfußball mit Training und Punktspiel am Wochenende.
In den vergangenen Jahren erfuhr der Freizeitsport jedoch wiederkehrende Verluste und sank in seiner Attraktivität. Einige Teams zogen ihre Mannschaften gänzlich zurück, andere wechselten in den regulären Spielbetrieb der Herren. Insbesondere hohe Leistungsunterschiede zwischen den Mannschaften sowie die seit einigen Jahren bestehende Möglichkeit, auch im regulären Spielbetrieb Freitagabends zu spielen, sorgten für eine rückläufige Entwicklung. Nachdem der Spielausschuss des SVF Dresden bereits im vergangenen Jahr die Zukunft und Tragfähigkeit des Freizeitsports evaluierte, einigte man sich auf eine Mindestgrenze von sieben teilnehmenden Teams. Da für die kommende Spielzeit jedoch weitere Mannschaftsverluste im Raum stehen, entschied sich der Ausschuss nach reiflicher Überlegung und intensivem Austausch zu einer Beendigung des Freizeitsports in seiner aktuellen Form. Zur Saison 2026/27 wird es keinen Wettbewerb des Freizeitsports auf Großspielfeld geben.
Stattdessen erarbeitete der Ausschuss eine alternative Lösung, die sowohl zukunftsfähiger als auch attraktiver als das bisherige Angebot ist. Der Freizeitsport soll bei ausreichend Mannschaftsmeldungen als Kleinfeldliga ausgetragen und damit auch für neue Mannschaften von Interesse werden. Neben den bisher teilnehmenden Teams stehen dabei besonders drei Zielgruppen im Vordergrund. Einerseits sollen Herrenmannschaften mit einem personellen Überhang angesprochen werden, welcher jedoch nicht für die Meldung einer weiteren vollständigen Mannschaft reicht. Darüber hinaus richtet sich das Angebot gezielt an Studenten sowie studentische Mannschaften, die bisher nicht am Spielbetrieb des SVFD teilnehmen. Abschließend sind auch Ü35-Spieler angesprochen. Das neue Spielangebot soll somit für verschiedene Personengruppen von Interesse sein und den bisherigen Spielbetrieb um eine weitere Alternative erweitern.
Die finalen Regelungen und Durchführungsbestimmungen sind derzeit in Planung und sollen unter Mitwirkung der interessierten Mannschaften erarbeitet werden. Falls diese Spielform für euch, euren Verein oder eure Mannschaft in Frage kommt und es die Platzkapazitäten vorzugsweise unter der Woche zulassen, hoffen wir auf zahlreiche Mannschaftsmeldungen für die Saison 26/27. Für weitere Rückfragen stehen Ihnen die Geschäftsstelle des SVFD sowie der Vorsitzende des Spielausschusses Jens Kläber gern zur Verfügung.