Saisonvorschau Sparkassenoberliga: Teil 4

In unserer vierteiligen Serie blicken wir auf die diesjährigen Teilnehmer der Sparkassenoberliga und stellen jedes Team vor. Neben einem kurzen Rückblick auf die vergangene Spielzeit gehen wir auf Neuzugänge, Saisonziele und die Spielweise ein. Heute geht es im vierten und letzten Teil um den TSV Rotation Dresden, FV Dresden 06 Laubegast 2, TSV Cossebaude und die SG Dresden Striesen 2.

TSV Rotation Dresden: radikaler Umbruch und „Zweete“ wird zur Ersten

Beim TSV Rotation Dresden gab es in diesem Sommer einen radikalen Umbruch. Nachdem die erste Mannschaft des Vereins die abgelaufene Saison in der Landesklasse auf dem 13. Platz beendete, folgte nach sieben Jahren Landesfußball der Abstieg in die Sparkassenoberliga. Mit diesem Abstieg verlies nahezu die gesamte Mannschaft sowie das Trainerteam den Verein und widmete sich neuen Aufgaben. Doch an der Eisenberger Straße steckte man den Kopf nicht in den Sand und machte sich kurzerhand den Erfolg der zweiten Mannschaft zunutze. Vor drei Jahren als geschlossene Einheit zum Verein gekommen, fegte die selbsternannte „Zweete“ in den letzten Spielzeiten durch die Tabellen der Stadtligen und sicherte sich drei Meistertitel in Serie. So beendete man auch die vergangene Spielzeit in der Brandible Stadtliga A auf Rang 1, wäre bei einem Klassenerhalt von Rotations erster Mannschaft folglich aufgestiegen. Nun macht die eingeschworene Truppe aus einer Mannschaft zwei Teams und zeichnet sich sowohl für die Stadtliga A- als auch für die Stadtoberliga-Mannschaft verantwortlich. In der neuen Liga möchte man sich als Mannschaft weiterentwickeln, eine Gemeinschaft werden und möglichst jedes Spiel gewinnen.

Um die Anforderungen von zwei Mannschaft abzudecken, verstärkte sich der TSV Rotation Dresden mit zahlreichen Neuzugängen. So stehen bis dato mit Mahmoud Alghajar (Motor Trachenberge), Fares Altabel (Borea Dresden U19), Erik Lippold (TuS Weinböhla), Peter Lobong (SG Weixdorf), Ferdinand Muntschick (SC Borea Dresden), Mehar Seyhi (SG Gebergrund Goppeln), Roma Stührenberg (SG Motor Wilsdruff) und Elias Szerement (VfB Zwenkau) acht externe Neuzugänge fest. Vor allem Stührenberg und Szerement bringen höherklassige Erfahrung mit und werden die Mannschaft in der Spitze verstärken. Neu an der Seitenlinie ist der bisherige Torjäger Felix Schulz, welcher die Mannschaft als Trainer anführt, jedoch noch einige Monate gesperrt ist. Mit Kurzpassspiel und Tempofußball möchte man die Liga aufmischen.

Favoritentipp: „Als Topfavoriten möchte wir niemanden nennen. Ganz klar ist: uns muss erstmal jemand schlagen.“

FV Dresden 06 Laubegast 2: Gelingt die nächste Saison ohne Abstiegssorgen?

Sie fliegen in der Sparkassenoberliga nicht selten unter dem Radar, doch seit dem Aufstieg entwickelt sich die Zweitvertretung des FV Dresden 06 Laubegast zu einer festen Größe. In den abgelaufenen drei Spielzeiten machte man frühzeitig den Klassenerhalt klar und geht damit ins vierte Jahr der Sparkassenoberliga-Zugehörigkeit. In der abgelaufenen Saison steigerte man sich in der Rückrunde spürbar und legte damit den Grundstein für den späteren Klassenerhalt. Auch den Trainerwechsel meisterte man im vergangenen Jahr glänzend. Danny Donath führte die positive Entwicklung seines Vorgängers fort. Raum zur Verbesserung bietet in der anstehenden Spielzeit die Defensive, welche im vergangenen Jahr zu den schwächsten Abwehrreihen der Liga gehörte. Die junge Mannschaft von der Steirischen Straße wird neben den gemeinschaftlichen Zielen jedoch auch an der individuellen Entwicklung der Spieler gemessen, um einen Übergang in die erste Herrenmannschaft des Vereins herzustellen.

Auf personeller Ebene tat sich bei den Blau-Gelben wenig. So gibt es mit Moussa Al-Sattah, Joshua Dienes, Hannes May und Dennis Piening nur vier Abgänge zu verzeichnen. Demgegenüber stehen drei externe Neuzugänge, die um interne Verstärkungen aus der U19 ergänzt werden. So zog es mit Vincent Herklotz einen robusten Offensivspieler von der SG Dresdner Verkehrsbetriebe nach Laubegast. Darüber hinaus wechselte Tim Simon (USV TU Dresden) die Farben. Kosei Hamayde ergänzt das Trio der Neuzugänge. Bleibt man seiner Entwicklung treu, wird die Zweite des FV Dresden 06 Laubegast auch im kommenden Jahr nur wenig mit dem Abstieg zu tun haben.

kein Favoritentipp

TSV Cossebaude: Bekannte Mannschaft und ein neues Gesicht an der Linie

Nach drei Jahren Landesklasse endete das Kapitel für den TSV Cossebaude im Juni dieses Jahres. Nachdem man sich in der Saison 2022/23 noch spät aus dem Abstiegsstrudel zog und ein Jahr später einen starken fünften Platz in der Landesklasse erreichte, musste man nun den Gang in die Sparkassenoberliga antreten. Doch den gut geführten und kontinuierlich arbeitenden TSVC wirft so etwas nicht um und folgerichtig plant man mit Weitsicht den Neustart in der höchsten Spielklasse Dresdens. Von einem Neustart kann jedoch eigentlich gar nicht so recht die Rede sein, denn das Team bleibt in seinen Grundfesten zusammen und erhält lediglich Zuwachs an der Seitenlinie. Diese Kontinuität und Eingespieltheit soll auch in der kommenden Saison zu einer großen Stärke der Grün-Weißen werden, um mit attraktivem Offensivfußball die ersten drei Plätze anzugreifen. Bringt die Elf vom Gohliser Weg ihre Qualitäten auf den Platz, ist dieses Ziel mehr als realistisch.

Während die Transfermeldungen beim TSV Cossebaude ausblieben, konnte man zumindest an der Seitenlinie ein neues Gesicht begrüßen. Der langjährige Erfolgscoach Marco Matthes, der nach seinem Abschied im Sommer 2023 kurze Zeit später nach Cossebaude zurückkehrte, legte seine Tätigkeit im März 2025 erneut und endgültig nieder. Ebenso ging sein Trainerkollege Philipp Goltzsch. Es übernahm Co-Trainer Dirk Hofmann die Geschicke, welcher nun wieder ins zweite Glied rutscht. Als neuen Chefcoach begrüßte man Jens Wagner. Der 56-jährige B-Lizenz-Inhaber bringt langjährige Erfahrung aus Pirna, Freital und Possendorf mit und soll der Mannschaft nun neue Impulse geben. Verabschiedet haben sich zudem die langjährigen Führungsspieler Rico Kleebank, Max Haller und Fabrice Wagner. Dafür begrüßt man neu einige Zugänge aus der U19 und zweiten Mannschaft des Vereins, die es nun zu integrieren gilt.

Favoritentipp: „Wacker Leuben, SpVgg. Dresden-Löbtau und FV Dresden Süd-West“

SG Dresden Striesen 2: Mit neuem Trainer auf dem Weg zur festen Größe

Nach einer starken Hinrunde mit Platz 6 musste die junge Mannschaft der SG Dresden Striesen 2 in der Rückrunde der abgelaufenen Saison etwas federn lassen, brachte dennoch einen soliden 10. Platz ins Ziel. Damit steigerte man sich im Vergleich zu den beiden Vorjahren noch einmal und erreichte erstmal einen Platz in den Top-10. Es liegt also nahe, in der anstehenden Spielzeit einen einstelligen Tabellenrang anzupeilen. Fährt die Mannschaft ihren bisherigen Kurs der Entwicklung fort, ist dies allemal realistisch. Und im nun vierten Jahr der Sparkassenoberliga ist die Zweite der SG Dresden Striesen auf bestem Wege, sich im Oberhaus des Dresdner Fußballs zu etablieren.

Doch auch an der Bärensteiner Straße bleiben personelle Umbrüche nicht ganz aus. So verabschiedete sich der bisherige Coach Martin Hantusch nach zweieinhalb sehr erfolgreichen Jahren und gibt den Staffelstab weiter an Brian Diersche. Der 35-jährige war zuletzt über einen längeren Zeitraum als Chefcoach des SV Helios 24 Dresden aktiv, suchte in diesem Sommer jedoch eine neue Herausforderung, die sich bei der SGS fand. Unterstützt wird er vom bisherigen Mannschaftsleiter Moris Ott. Neben dem Tausch auf der Trainerbank, tat sich auch im Kader etwas. Zwar verzeichnen die Striesener mit Christian Menzer (TSV Einheit Claußnitz) nur einen Abgang, konnten jedoch vier Neuzugänge für sich gewinnen. Patrick Gäbler (FV Blau-Weiß Zschachwitz), Sebastian Reichelt (SV Helios 24 Dresden), Robert Spitzl (SG Weißig) und Marcel Teichmüller (nach Pause, zuvor SV Blau-Weiß Lipprechterode) zog es nun, neben internen Neuzugängen aus der U19, zu den Rot-Weißen. Besonders die Erfahrung von Reichelt und Spitzl kann für die junge Mannschaft zu einem echten Gewinn werden.

kein Favoritentipp

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