Saisonvorschau Sparkassenoberliga: Teil 2

In unserer vierteiligen Serie blicken wir auf die diesjährigen Teilnehmer der Sparkassenoberliga und stellen jedes Team vor. Neben einem kurzen Rückblick auf die vergangene Spielzeit gehen wir auf Neuzugänge, Saisonziele und die Spielweise ein. Heute geht es im zweiten Teil um den SV Eintracht Dobritz, SSV Turbine Dresden, FV Dresden Süd-West und SV Helios 24 Dresden

SSV Turbine Dresden: Mit neuem Coach die goldene Generation integrieren

Nach zwei schwierigen Spielzeiten mit Abstiegskampf und vielen Veränderungen, kehrte der SSV Turbine Dresden in der abgelaufenen Spielzeit in ruhiges Fahrwasser zurück. Das Team präsentierte sich defensiv deutlich stabiler und vollzog vor allem in der Rückrunde einen Entwicklungsschritt, der letztlich mit Tabellenplatz 8 belohnt wurde. Folglich möchte man die Entwicklung fortführen und in der anstehenden Spielzeit die Punktausbeute aus dem Vorjahr übertreffen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat sich an der Pfotenhauerstraße erneut einiges getan. Der bisherige Coach Robert Richter übergab den Staffelstab an Klemens Fraustadt, welcher künftig im Trio mit Marcel Palme und Axel Noack die Geschicke bei Turbine verantwortet. Mit mutigem und offensivem Fußball soll die junge Mannschaft in der anstehenden Saison begeistern.

Dafür haben sich personell einige Änderungen ergeben. Medina Quintero, Tommy Sandoval Campos und David Mehnert verließen den Verein in unterschiedliche Richtungen. Dafür stoßen mit Lucas Schnabel (SG Dittmannsdorf) und Necim Azizi (Dresdner SC) zwei entwicklungsfähige Neuzugänge hinzu. Darüber hinaus erfährt das Team eine radikale Verjüngung, denn die goldene Generation des Jahrgangs 2006 schafft nun den Sprung in die erste Mannschaft. Mit Bruno Rose, Kilian John, Paul Wenzel, Julius Tkotz, Tom Hollkott, Marc Schneider und Lucas Hoffmann rücken sieben A-Junioren nach oben, die in ihrer Nachwuchszeit sowohl auf dem Feld als auch in der Halle viele Endspiele bestritten und Titel errungen haben. Ergänzt wird das Team um vier Spieler, die aus der Jugend des SC Borea Dresden zu den Blau-Weißen wechseln (Jaro Butscher, Konrad Schober, Cristian Aular und Andrii Shepel).

Favoritentipp: „Meisterfavoriten sind für uns Löbtau, Cossebaude, Dobritz und Wacker Leuben“

SV Eintracht Dobritz: Die Neuzugänge sind ein Statement

10, 5, 7, 3, 5 – das sind nicht etwa die Lottozahlen von morgen, sondern die Tabellenplatzierungen des SV Eintracht Dobritz in den vergangenen fünf Spielzeiten. Daran lässt sich eindrucksvoll erkennen, dass es Chefcoach Stefan Müller geschafft hat, seine Mannschaft zu entwickeln und sich im oberen Drittel der Tabelle festzusetzen. Besonders in der Rückrunde der abgelaufenen Spielzeit zeigten die Rot-Schwarzen, dass man auch in der kommenden Saison mit ihnen rechnen muss. Aus 15 Spielen holte die Elf von der Breitscheidstraße 33 Punkte und belegte den zweiten Rang. Das Ziel, attraktiven und erfolgreichen Fußball zu spielen, stellt der SV Eintracht Dobritz auch im kommenden Jahr ganz vorn an und möchte dazu vor allem mit einer dominanten und energievollen Spielweise beitragen.

Beim Blick auf das Personalkarussell lässt sich erahnen, dass man auch weiterhin nach dem größtmöglichen Erfolg strebt. So stoßen mit Leon Edelmann (SG Dresden Striesen), Tommy Winkler (Post SV Dresden), Benjamin Schöne, Alexander Pfeifer (beide Radebeuler BC 08) und Owen Warneck (SV Großräschen) eine Handvoll Spieler zum Verein, die über Erfahrung in der Landesklasse verfügen. Zudem kehren in Joel Salomon (Chemie Dohna) und Willi Warmbier (Post SV Dresden) zwei bekannte Gesichter zurück. Len Kämmerer (SV Helios 24 Dresden) und Vladyslav Morozov (FSV Dippoldiswalde) verstärken darüber hinaus das Tor. Der wohl größte Kracher-Neuzugang ist jedoch Mittelfeldspieler Oliver Hegewald (vom FV Dresden 06 Laubegast), der die Erfahrung aus 80 Landesliga-Spielen mitbringt. Schmerzhaft gestaltet sich der Abgang von Kapitän Florian Wagner (SV Wesenitztal). Zudem verlässt André Baumgart den SVED. Gelingt es, die Neuzugänge schnell zu einer Mannschaft zu formen, ist Dobritz viel zuzutrauen.

Favoritentipp: „Unsere Favoriten sind Wacker Leuben, Löbtau und der TSV Cossebaude“

SV Helios 24 Dresden: Den personellen Aderlass zum Neustart genutzt

Wenn sich am 15.08.2025 zum Eröffnungsspiel der FV Dresden Süd-West und der SV Helios 24 Dresden treffen, gehen zwei Teams mit einer unterschiedlichen Ausgangslage in die neue Saison. Der SV Helios 24 Dresden hat einen bedeutsamen Umbruch hinter sich. Im Sommer verabschiedete sich das langjährige Trainerduo um Brian Diersche und Dario Dersewski, welche nun in Wilsdruff respektive Striesen an der Linie stehen. Mit Stefan Jacob und Thomas Thiem fand man jedoch eine fähige Nachfolgelösung. Beide waren bis zuletzt bei der „Zweiten“ des FV Dresden 06 Laubegast tätig. Dazu gab es auch im Kader einen radikalen Umbruch mit zahlreichen Ab- und Zugängen. Doch an der Oskar-Röder-Straße betrachtet man diesen Neuaufbau mit einer positiven Gelassenheit. Bei den Helitten ist man sich der Situation bewusst und setzt sich dementsprechend realistische Ziele. Man möchte schnell zu einer Einheit wachsen, auch wenn es sicherlich einige Zeit dauern wird, bis alle Abläufe stimmen.

Neben dem Wechsel auf der Trainerbank gab es auch im Kader große Veränderungen. So verließen mit Dustin Bopp (SG Motor Wilsdruff), Ramin Kronefeld (Post SV Dresden), Leon Clemens (SV Neueibau), Hendrik Rumsch, Pascal von Bienenstamm (Schwarzheide), Len Kämmerer (SV Eintracht Dobritz) und Philipp Neiderwitz (Greifswald) zahlreiche gestandene Leistungsträger den Verein. Doch die sportliche Leitung war nicht untätig und präsentierte ganze 10 Neuzugänge. Nico Pötzsch (SG Weißig) und Tobias Mann (TSV Rotation Dresden) sollen der Mannschaft mit ihrer Erfahrung Halt geben. Darüber hinaus zog es Ben Kindermann, Fridolin Michel, Tim Lorenz (alle SG Dresdner Verkehrsbetriebe), Franz Stolze (SV Loschwitz), Lucas Nguyen Manh (FC Stollberg), Luis Püschmann (SV Freital 06), Christian Hernandez und Felix Cadenas (beide FC Dresden) zu den Blau-Gelben. Es bleibt spannend, wie schnell sich die Neuzugänge akklimatisieren.

Favoritentipp: “Einen Favoriten dieses Jahr zu benennen ist eher schwierig. Es gibt 5 – 6 Mannschaften die unheimliches Potenzial haben und das macht diese Liga in dieser Saison total interessant. Wir hoffen auf eine spannende Saison mit hoffentlich zahlreichen Spielen, in denen viele Zuschauer die Sportplätze in Dresden besuchen werden”

FV Dresden Süd-West: Gelingt der Angriff auf das Aufstiegsrennen?

Der Dino der Sparkassenoberliga spielte in der abgelaufenen Spielzeit eine konstante Runde und belegte letztlich den sechsten Tabellenplatz. Damit setzte man seinen Trend als stabile Mannschaft, die weder mit dem Auf- noch mit dem Abstieg etwas zu tun hat, fort. Ganz wie es sich für einen Dino eben gehört. Man könnte also meinen, dass sich der Anspruch auch weiterhin in diesem Bereich bewegt. Doch bei den Grün-Weißen tat sich im Sommer einiges. Mit nennenswerter Verstärkung möchte die Mannschaft am Aufstiegsrennen teilnehmen und in die Riege der Topmannschaften vorstoßen. Zur Verwirklichung der Zielstellung setzt man auf ein strukturiertes Ballbesitzspiel, welches auf einem kontrollierten Aufbau sowie sicherem Passspiel fußt und die Gegner strukturiert dominieren soll.

Bei nur wenigen Mannschaften gab es im Sommer eine solch große Fluktuation wie beim FVSW. Mit Timon Dost, Robert Herrmann, Sebastian Paulus und Paul Rosenau legen vier Spieler eine Karrierepause ein. Zudem verließen Eddi Schnabel (SV Bannewitz), Marius Heinitz, Johannes Schiller (beide SV Pesterwitz) und Fabrice Jentsch (Sportfreunde Stuttgart) das Team. Demgegenüber stehen 10 externe Neuzugänge. In Person von Tom Schmidt (SC Borea Dresden) angelte man sich einen starken Rückhalt mit Landesliga-Erfahrung. Johannes Schulze (Post SV Dresden), Hannes Höher (Radebeuler BC 08) und Moritz Weber (SSC Südwest Berlin) waren ebenfalls höherklassig aktiv. Ergänzt werden die Neuzugänge um ein Sextett bestehend aus Carlos Zehe, Franz Matjeschk, Clemens Müller, Kevin Kuziel, Sören Tippelt und Johann Decker, welche allesamt vom TSV Rotation Dresden zu den Grün-Weißen wechseln. Mitgebracht hat der „Rotation-Block“ zudem Michel Grabs, welcher fortan die Geschicke an der Linie leiten wird. Der bisherige Coach Thomas Voigt rückt ins zweite Glied und bleibt als Co-Trainer erhalten.

Favoritentipp: “Aus unserer Sicht gehen die FSG Wacker 90 Leuben, SpVgg. Dresden-Löbtau und der TSV Cossebaude als Favoriten in die Saison”

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