Saisonvorschau Sparkassenoberliga: Teil 1

In unserer vierteiligen Serie blicken wir auf die diesjährigen Teilnehmer der Sparkassenoberliga und stellen jedes Team vor. Neben einem kurzen Rückblick auf die vergangene Spielzeit gehen wir auf Neuzugänge, Saisonziele und die Spielweise ein. Heute geht es im ersten Teil um die SG Gebergrund Goppeln, die SG Weißig, die SpVgg. Dresden-Löbtau und den Dresdner SC 1898 II.

SG Weißig: Mit Realismus gegen den Trend

Während es an der Börse oft heißt „the trend is your friend“, trifft diese Aussage auf die vergangene Spielzeit der SG Weißig nicht wirklich zu. Nach einem fulminanten Start mit Siegen gegen die Topteams aus Zschachwitz und Löbtau samt Tabellenplatz 4 im Winter, konnten die Grün-Weißen in der Rückrunde nicht mehr an ihre Performance anknüpfen. So landete man in der zweiten Saisonhälfte mit nur zwei Siegen aus 15 Spielen auf dem letzten Tabellenplatz. In Somme bedeuteten diese Leistungsschwankungen Rang 9 in der Endabrechnung. Während der Aufstieg vor wenigen Jahren noch als realistisches Ziel angesehen werden konnte, backt man an der Heinrich-Lange-Straße nun wieder kleinere Brötchen. Mit einem kompakten Defensivverbund sowie schnellem Umschaltspiel steht der Klassenerhalt für die Mannschaft von Chefcoach Sebastian Langer an oberster Stelle. In Anbetracht des Abschneidens in der letztjährigen Rückrunde eine ehrliche Einschätzung der eigenen Situation.

Auch personell hat sich bei der SGW im Sommer einiges getan. So verließen mit Nico Pötzsch (SV Helios 24 Dresden), Julius Günther, Christoph Günther (beide Radeberger SV) und Robert Spitzl (SG Dresden Striesen) vier Stammkräfte den Verein. Besonders der Verlust des Brüderpaars Günther schmerzt sehr, waren beide doch seit vielen Jahren wichtige Führungsspieler im Dresdner Nordosten. Die drei externen Verstärkungen Toni Teschler (zuletzt FC Oberlausitz Neugersdorf U19), Julius Wittig (SG Dresdner Verkehrsbetriebe) und Marcel Trümper (SG Gebergrund Goppeln) werden um einige interne Zugänge aus der A-Jugend sowie der zweiten Männermannschaft ergänzt. Es bleibt abzuwarten, ob man den Verlust der Abgänge auffangen und damit den negativen Trend stoppen kann.

Favoritentipp: „Aus unserer Sicht gehen die FSG Wacker 90 Leuben, der FV Dresden Süd-West und TSV Rotation als Favoriten in die Saison“

SpVgg. Dresden-Löbtau: Gelingt der Aufstieg im dritten Anlauf?

Im Ergebnis einer beeindruckenden Entwicklung in den vergangenen Jahren hat sich die SpVgg. Dresden-Löbtau zu einem echten Schwergewicht in der Sparkassenoberliga aufgeschwungen. Sicherte sich die Mannschaft von Eric Sobczak seit 2021 gleich zwei Mal den Titel im Amateurpokal der Ostsächsischen Sparkasse Dresden, gelang der ganz große Coup in der Sparkassenoberliga noch nicht. Doch wer die vergangenen beiden Spielzeiten auf dem zweiten Tabellenrang abschließt, kann auch in diesem Jahr zu den heißen Kandidaten auf den Aufstieg gezählt werden. Folglich geht die Spielvereinigung ambitioniert in die Saison und möchte erneut eine erfolgreiche Saison in der oberen Tabellenhälfte spielen. Gleichzeitig ist man sich an der Malterstraße um die Leistungsdichte in der Liga bewusst, sodass Zusammenhalt und Kampf auch weiterhin wichtige Tugenden sein werden, die das gewohnt starke Offensivspiel ergänzen.

Beim Blick auf das Personal verzeichnen die Blau-Weißen nur zwei relevante Abgänge. Mats Rahbaek und Max Scholze (SV Göda) verlassen Löbtau. Gleichzeitig kann man insgesamt neun externe Neuzugänge an der Malterstraße begrüßen. So bringen Dario Franke (Bischofswerdaer FV 08 II), Vinzenz Graichen (SG Weixdorf), Kevin Werner (SV Eintracht Ortrand), Richard Glaw (TSV Rotation Dresden) und Stefan Schulz (TuS Röllbach) allesamt Erfahrung aus Landesliga oder Landesklasse mit. Zudem ergänzen Moritz Blümel (FSV 1923 Lohmen), Nick Bandemer (SV Dresden-Neustadt), Clemens Wolfram (FV Eintracht Niesky) und Sascha Grossmann (FSV Motor Brand-Erbisdorf) die Riege der Neuzugänge. Auch angesichts der Verpflichtungen, wird die Spielvereinigung ein gewichtiges Wort um den Aufstieg mitsprechen.

Favoritentipp: „Unsere Topfavoriten sind die FSG Wacker 90 Leuben, der TSV Cossebaude, der FV Dresden Süd-West und der SV Eintracht Dobritz. Die beiden Letztgenannten vor allem aufgrund starker Verpflichtungen“

SG Gebergrund Goppeln: Erfahrung an der Linie und Jugendlichkeit auf dem Feld

Es war eine echte Zitterpartie. Bis zum letzten Spieltag musste die SG Gebergrund Goppeln in der vergangenen Spielzeit bangen, ehe der Klassenerhalt in Dresdens höchster Spielklasse feststand. Vorausgegangen war eine starke Aufholjagd der SGGG, welche sich nach einer dürftigen Hinrunde zusammenraufte und in der zweiten Saisonhälfte die notwendigen Zähler einfuhr. Am letzten Spieltag besiegte man schließlich die Zweite der SG Dresden Striesen und rettete sich auf dem 14. Tabellenplatz ins Ziel. Geht es nach den Verantwortlichen der Goppelner, darf es in der anstehenden Saison ruhig etwas weniger spannend zugehen, wenngleich der Klassenerhalt weiterhin das wichtigste Ziel bleibt. Die junge Mannschaft möchte vor allem mit schnellem und dynamischem Fußball überraschen und das ruhige Fahrwasser betreten.

Nicht nur aufgrund einiger Titel im Nachwuchsbereich ist die SG Gebergrund Goppeln für ihre gute Jugendarbeit bekannt. Folglich verschreibt man sich auch hierbei der weiteren Förderung und zieht mit Niclas Baum, Moritz Bohnke, Simon Ellsel, Patrick Neubert, Felix Plewan, Moritz Richter, Thomas Tellkamp, Yanik Werner und Marc Wilhelm gleich neun Eigengewächse aus der U19 in die 1. Herrenmannschaft hoch. Demgegenüber stehen in Julian Riedel (Post SV Dresden) und Marcel Trümper (SG Weißig) nur zwei Abgänge fest, Tim Soltek (Dresdner SC 2) kommt als externer Neuzugang. Der wohl wichtigste Tausch fand jedoch auf der Trainerbank statt. Robert Krause legte sein Traineramt nach fünf Jahren nieder, bleibt dem Verein aber erhalten. Mit Holger Steinhardt übernimmt ein echter Fachmann das Zepter, der bereits in Weixdorf, Bannewitz und bei Turbine erfolgreich gecoacht hat. Mit seiner Erfahrung soll er die junge Mannschaft führen und entwickeln.

Favoritentipp: „Die Topfavoriten sind für uns der FV Dresden Süd-West, Wacker Leuben, TSV Cossebaude und TSV Rotation Dresden“

Dresdner SC 2: Der Ausbildungsgedanke als oberstes Ziel

Konstant, konstanter, DSC 2. So lässt sich die abgelaufene Spielzeit der Zweitvertretung des Sportclubs wohl am besten beschreiben. Sowohl in der Hin- als auch in der Rückrunde holte die Mannschaft 17 Zähler und belegte jeweils Rang 11. Dies führte auch im Ergebnis zum sicheren Klassenerhalt. Doch die Mannschaft von Egbert Exner agiert weitaus vielseitiger als nur ergebnisorientiert, setzt sich vor allem in der Entwicklung der Spieler seine Schwerpunkte. Als Unterbau der Landesliga-Elf steht der Ausbildungsgedanke klar im Fokus. Ziel ist es demnach auch weiterhin, junge Spieler an die erste Mannschaft heranzuführen. Dafür möchte man aus einem sicheren Defensivverhalten seine Spiele erfolgreich gestalten. Mit mutigem und aktivem Fußball werden im Zuge der Ausbildung auch die Spielprinzipien der ersten Mannschaft berücksichtigt.

Auf der personellen Ebene gibt es, in gewohnter Manier, einige Verschiebungen zwischen den drei Männermannschaften des Vereins. So laufen Torik Schütze und Marvin Longoria Peña, die bisher dem Landesliga-Kader angehörten, künftig für die “Zweite” auf. Extern stoßen mit Manuel Thomas (TSV Rotation Dresden) und Niklas Steinig (Leipziger SV Südwest) zwei Akteure zur zweiten Mannschaft des DSC dazu. Zudem gelingt vier Spielern aus der eigenen U19 der Sprung in die Sparkassenoberliga. Auf der Abgangsseite stehen mit Tim Soltek (SG Gebergrund Goppeln) und Eugen Zablow (FSG Wacker 90 Dresden-Leuben) zwei Akteure zu Buche, die fortan ihre Schuhe für andere Teams in der Stadtoberliga schnüren werden. Bleibt man sich im Ostragehege treu, so wird die Mannschaft in der individuellen Entwicklung voranschreiten und gleichzeitig die Spielklasse souverän halten.

Favoritentipp: „Bei einigen Teams gibt es ja durchaus sehr große Umbrüche im Kader. Man wird sehen, wie erfolgreich diese Wege sind und wie schnell sich hier Teams herausbilden. Wir halten uns daher mit Prognosen zurück und konzentrieren und lieber auf unseren eigenen Weg.“

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